Vanessa spürte als Erste, dass etwas nicht stimmte. Die Stille im Haus war bedrückend, fast erdrückend – die Art von Stille, die Betty normalerweise zurück ins Haus trieb. Doch nun ging das Mädchen weiter als sonst, über den Zaun hinaus und näherte sich dem Wald.
Als Betty an den Bäumen stehen blieb und vorsichtig den Kopf schief legte, bemerkte Vanessa eine Bewegung im Laub.
Der Welpe sah Betty ruhig und aufmerksam an.
Zuhause legte Betty den Welpen auf den Boden und sagte leise zu seiner Mutter aufblickend:
„Scobie.“
Es war das erste Lebewesen, dem sie jemals so viel Zuneigung entgegengebracht hatte. Scobie folgte Betty bedingungslos.
Er bellte nie – weder bei lauten Geräuschen noch bei Vorbeigehenden.
Innerhalb weniger Tage bemerkte Vanessa Veränderungen an ihrer Tochter. Betty erholte sich schneller von Stress, ihre Atmung wurde ruhiger, und nach anstrengenden Momenten suchte sie immer öfter die Hand ihrer Mutter. Sie schien inneren Frieden gefunden zu haben.
